Studentenhistoriker ehren jüdische Korporierte

In einer bewegenden Gedenkveranstaltung am Totensonntag (20.11.21) haben unter der Federführung des Arbeitskreises der Studentenhistoriker und in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg (HfJS) zahlreiche Korporierte verschiedener Verbände in Heidelberg auf dem Platz der alten Synagoge der Mitglieder jüdischer Korporationen gedacht, die Opfer der Shoah geworden sind. Neben der Ansprache des Vorsitzenden Dr. Sebastian Sigler und dem traditionellen jüdischen Holocaust-Gebet durch den Rabbiner der Hochschule Raul Friberg wurden Zitate aus Briefen von überlebenden jüdischen Korporierten vorgetragen.

Die Gedenkveranstaltung war Höhepunkt und Abschluss einer Studentenhistorikertagung, die in Zusammenarbeit mit der Hochschule und in deren Räumlichkeiten stattfand. Diese beschäftigte sich mit den jüdischen und paritätischen Verbindungen der verschiedenen Richtungen und dem Schicksal einzelner jüdischer Korporierter. Ein Vortrag beschäftigte sich mit dem Bonner Alemannen und bekannten Völkerkundler Franz Boas, dessen Leben 2008 in einer Ausstellung zu seinem 150. Todestag in Minden gewürdigt worden war. Weitere Informationen zur Tagung finden sich im Netzauftritt der Studentenhistoriker.

Das Thema der Tagung wird fortgesetzt in einer weiteren Veranstaltung der Studentenhistoriker in Basel im Februar 2022.