Festakt zum 175. Stiftungsfest gut besucht

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Der Akademische Festakt anlässlich des 175. Stiftungsfest der Burschenschaft Alemannia zu Bonn zum Thema „Europa“ war ein voller Erfolg. Mehr als 100 Zuhörer, unter ihnen auch die Bonner Landtagsabgeordneten Franziska Müller-Rech (FDP), Guido Déus und Christos Katzidis (beide CDU) lauschten interessiert den beiden Festvorträgen und den musikalischen Darbietungen des Hornquartetts des Bonner Hofgartenorchesters.

Zur Einleitung begrüßte der Organisator Michael Hacker von der Altherrenschaft alle Anwesenden. Er verwies im Jubiläumsjahr des Grundgesetzes und der Weimarer Verfassung darauf, dass die Grundrechtsartikel bereits von Burschenschaftern 1817 formuliert worden sind. Auch im Zeitalter der entstehenden Nationalstaaten sei z.B. beim Hambacher Fest der europäische Gedanke präsent gewesen.

Bürgermeister Reinhard Limbach und Rektor Michael Hoch überbrachten die Glückwünsche für Bundesstadt und Universität zum großen Jubiläum. Beide betonten die langjährige Verbundenheit der Alemannia mit Stadt und Universität und lobten das gesellschaftliche Engagement ihrer Mitglieder. Sie nahmen beide auch Bezug auf die „Bonner Erklärung“ der Burschenschaft zu ihrem Jubiläum, in der sich die Alemannia zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und auch den Fehlern in ihrer Geschichte bekennt. Hoch verwies diesbezüglich auf die Gleichheit der Werte mit der Universität.

Die beiden Festvorträge hielten Jürgen Elvert, Historiker, Professor und Inhaber des Jean-Monnet-Lehrstuhls an der Universität Köln, und Europa-Abgeordneter Axel Voss (CDU). Elvert bedauerte die schlechte Entwicklung in Europa und gab konkrete Anregungen für eine positive Zukunft, in der Europa durchaus mit den USA und China auf Augenhöhe agieren könnte.

Voss erinnerte an die vielfältigen Herausforderungen für die EU in den letzten Jahren. Eine gemeinsame Politik in den Bereichen Energie-, Agrar- sowie Außen- und Sicherheitspolitik sei im Sinne aller Europäer. Das gemeinsame Europa brauche auch gemeinsame Standards. Letztlich sei die EU wie die Alemannia, eine Gemeinschaft, in der man sich gegenseitig helfen müsse. Alle Reden und die Musik wurden mit viel Beifall bedacht.

Nach dem Festakt hatten die Teilnehmer noch bei einem Sektempfang die Möglichkeit, das Gehörte auch mit den Rednern zu diskutieren.

Das große Jubiläum u.a. mit Festkommers, Ball und Rheinfahrt besuchten insgesamt 250 Teilnehmer.

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